Olympia im Ruhrgebiet? Nach wie vor: Nein Danke!

13.12.2016 · Ratsfraktion

Drei Fraktionen (SPD, CDU, FDP&StG) haben im Oktober 2016 im Rat der Stadt Bochum einen Antrag, eine Olympia Bewerbung für NRW im Jahr 2028 mit einer „Rhein-Ruhr-Olymic-City“ zu unterstützen, verabschiedet.

Der Antrag, die Verwaltung zu beauftragen, im Schulterschluss mit dem RVR und weiterer Kommunen eine größtmögliche Unterstützung für eine Olympia-Bewerbung zu realisieren und bei allen Bemühungen um die Austragung auf den ursprünglichen olympischen Gedanken zu achten und die Paraolympischen Spiele im Anschluss durchzuführen, lag auch der UWG- Ratsfraktion zur Entscheidung vor. Der Vorsitzende der UWG- Ratsfraktion, Karl Heinz Sekowsky, machte in seinem Redebeitrag anhand von Kostenrechnungen vergangener Olympiaden sehr deutlich, welche Milliardenbeträge an den veranstaltenden Städten schließlich hängen geblieben sind.

Sekowsky wies zudem auf die desaströse finanzielle Situation der meisten Ruhrgebietsstädte –also nicht Regionen-, die laut IOC- Statut Veranstalter sein müssen, hin. Auch bemängelte Sekowsky den nicht vorhandenen Reformwillen des IOC. Insbesondere sind -nach wie vor- die nationalen Kontrollbehörden im Kampf gegen Dopingsünder immer nur zweiter Sieger. Nicht zuletzt wegen dieses unsäglichen Dopingsumpfes hat die UWG- Fraktion ein positives Votum für dieses Vorhaben ausgeschlossen. Es war aus Sicht der Fraktion schlichtweg unmöglich, dopingverseuchte Spiele der Jugend, mitzutragen.

War die Entscheidung, sich der Stimme zu enthalten, zurückblickend richtig? Eindeutig ja! Wie aus zahlreichen, allgemeinen Presseberichten nun ans Tageslicht gekommen, soll sogar in der Vergangenheit Doping „von Staats wegen“ veranlasst worden sein.

Ohne durchgreifende, schnelle und sichtbare Reformen wird die UWG- Ratsfraktion auch weiterhin keinesfalls ihre Stimme für „Olympia im Ruhrgebiet“ zur Verfügung stellen!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.