„Langzeitarbeitslosigkeit“ oftmals ein Einstieg in die Armut

23.02.2017 · Allgemein

Die UWG befaßt sich seit Jahren mit dem Thema „Armut“. Im Rahmen der Ursachenforschung beschäftigte sich die UWG  jetzt in einer gut besuchten offenen Versammlung, an der nicht nur UWG-Mitglieder teilnahmen, mit dem Thema „Langzeitarbeitslosigkeit“, die als eine der zentralen Ursachen anhaltender Armut angesehen werden muß.

 Frank Böttcher, Geschäftsführer des Jobcenters Bochum, stand den Besuchern als Gesprächspartner und Diskutant zur Verfügung. In Bochum sind 7.500 Personen  länger als 1 Jahr arbeitslos und zählen damit zu den Langzeitarbeitslosen. Dieser Personenkreis ist infolge des Strukturwandels sowie konjunktureller und struktureller Bedingungen arbeitslos. Ins Gewicht fällt besonders, daß die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen nahezu unmöglich ist und 15 % in ihren Leistungsmöglichkeiten auf „Helferniveau“ sind.  Schlimm ist, daß 75 % der Personengruppe keine Ausbildung bzw. Qualifikation besitzen oder unter gesundheitlichen Einschränkungen leiden.

 Die Versammlung diskutierte besonders Hilfen für Lanzeitarbeitslose. Dazu gehört z.B. daß die Arbeitsvermittlung mit Bochumer Firmen vorhandene  Qualifikationen von längerfristig Arbeitslosen bespricht und insoweit auch Vermittlungen ermöglicht werden. Auf diese Weise konnten im Jahr 260 Arbeitsplätze vermittelt werden.

 

Vom Gesetzgeber wurde als eine Lösungsmöglichkeit zur Arbeitslosigkeit ein langfristig angelegter geschützter Rahmen gefordert.

 


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