Stellungnahme der UWG-Bezirksfraktion Wattenscheid in der Sitzung der Bezirksvertretung vom 30.5.2017 zur Vorlage der Verwaltung über Baulandentwicklung im Bereich Wilhelm-Leithe-Weg Süd und Nord)

Sehr geehrte Damen und Herren!

Bauen ist in. Überall wird gebaut. Defizite in Bochum und Wattenscheid im Bereich des Wohnungsbaus und der Gewerbeflächen sollen und müssen abgebaut werden.

Wir haben jedoch stets zu überlegen, daß Bauen auch etwas zu tun hat mit Wohnqualität und Stadtgestaltung. Wir haben uns daher nie als „Zulieferer“ für Bauvorhaben verstanden.

Wir haben z.B. auch mitgewirkt, citynahe Wohnbaulandflächen auszuweisen.

Heute stehen nun Flächen am Wilhelm-Leithe-Weg und an der Ridderstraße auf der Tagesordnung, Flächen, die noch vor wenigen Jahren (2015!) von der Bezirksvertretung als Baulandflächen abgelehnt wurden.

Besonders die Fläche Wilhelm-Leithe-Weg Süd wurde von der Bezirksvertretung nicht zur Bebauung freigegeben. Die Fläche Wilhelm-Leithe-Weg Nord wurde wegen der Nähe zur Bahn und zur A 40 als überplanbare Fläche auch von der Verwaltung abgelehnt. Angedachte Hochhäuser an der A 40 zum Schutze von Zweifamilienhäusern in diesem
Bereich wollte bis heute niemand.

Nun hat sich der Baurat darum bemüht, der Bezirksvertretung klar zu machen, daß die Zeiten sich verändert haben. Und daß eine Wohnbebauung in diesem Bereich Wattenscheid und insbesondere der Wattenscheider Innenstadt gut tun würden. Da die Flächen nunmehr für eine Überplanung zur Verfügung stehen, sollte die Chancen einer großräumigen Rahmenplanung genutzt werden. Eine Argumentation die griffig ist. Die in der Vorlage genannten Nutzungsperspektiven aus dem Papier „Flächenstudien“ müßten u.E. nach gründlichen Diskussionen umgesetzt werden.

Wir werden mithin heute der Verwaltungsvorlage zustimmen. Das setzt voraus, daß´mit viel Phantasie und originellen Ideen gewissermaßen vorbildlich die Planung erfüllt werden muß. Es gilt, nicht nur zu bauen, sondern auch etwas für die Stadtgestaltung zu tun und beim Bauen an alle Bevölkerungsgruppen zu denken, die sich um ausreichenden Wohnraum bemühen. Eine Standortentwicklung mit NRW-Urban im Wege des Zukunftskonzepts „Wohnen in Wattenscheid“ wäre hilfreich und wünschenswert..

Wir haben stets die Kontinuiät unserer Entscheidung gesucht. Wir mußten also eine schwerwiegende Entscheidung treffen.

Eine soche Entscheidung hatten im übrigen auch die anderen Fraktionen des Hauses zu treffen.

Wir hoffen nunmehr, daß mit dieser Entscheidung erreicht werden kann, daß wieder mehr Menschen in Wattenscheid wohnen und der Standort Wattenscheid eine Aufwertung erfährt, zumal auch der Bereich um den Bahnhof überplant werden wird.

Über den Planungsfortschritt erbitten wir eine regelmäßige Unterrichtung und erwarten in großer Offenheit die Einbeziehung der Bürgerschaft in die Planungen.

Klaus-Peter Hülder
Vorsitzender