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Kommunalpolitische Grundsätze:


*UWG versteht sich als die Wattenscheider Stimme in der Bezirksvertretung und im Bochumer Rat (= die Wattenscheider Interessenvertretung).

*UWG will mithelfen, Wattenscheid "zu einem der bekanntesten und charaktervollsten Stadtteile Deutschlands zu machen". Wir stehen ein für Wattenscheider Eigenständigkeit und Unverwechselbarkeit.

*UWG steht für den Anspruch Wattenscheids auf Rückgemeindung. Die Eingemeindung war eine Ungerechtigkeit und hat Wattenscheid nachweislich geschadet. Wir wollen die "prinzipielle Gleichstellung" der "alten" Städte Bochum und Wattenscheid. Nach dem Gesetzestext wurden "die bisher selbständigen Städte Bochum und Wattenscheid zu einer NEUEN Stadt Bochum zusammengeschlossen".

*UWG sieht in der Bezirksvertretung Wattenscheid den "fortwirkenden Rat" der alten Stadt Wattenscheid.

*UWG fordert für Wattenscheid einen Investitionsanteil von 17,5 % (= der Wattenscheider Anteil beim ersten gesamtstädtischen Haushalt 1975).

*UWG will jene Entwicklung für Wattenscheid, die in einem selbständigen Wattenscheid möglich gewesen wäre.

*UWG will die Re-Vitalisierung der Wattenscheider Innenstadt und will Wattenscheid als Bochumer "HAUPTNEBENZENTRUM" behandelt wissen.

*UWG will, daß die Wattenscheider Einrichtungen, die das Flair der alten Stadt am Hellweg ausmachen, erhalten bleiben und will endlich die Vorgaben der KGSt erfüllt sehen, wonach 1,2 % des gleitenden Neuwertes als Instandhaltungsgröße für die städtischen Gebäude angesetzt werden. Erhalt geht für die UWG vor Neubau. Wir wollen Wattenscheids "Stärken stärken".

*UWG will die Verantwortung der Gesamtstadt für die städtischen Gebäude in Wattenscheid und strebt daher klare Verhältnisse in der Abgrenzung zwischen "bezirklichen" und "überbezirklichen" Einrichtungen an.

*UWG will die planerische Einheit Wattenscheids und daher verhindern, dass ohne die Wattenscheider Gesamtschau die einzelnen Stadtteile Wattenscheids nur in jeweils besonderen dienenden Funktionen zur Gesamtstadt gesehen werden.

*UWG ist für bürgerschaftliches Engagement und gelebten Bürgersinn, sie will Partizipation (Bürger sein heißt "bürgen", heißt Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen).

*UWG wendet sich gegen überbordende Bürokratie, Gedankenlosigkeit und Lari-Fari-Denken.

*UWG will grundlegende politische Bildungsarbeit fördern, d.h. die demokratischen Institutionen erklären und dafür werben.

*UWG mahnt Solidität im Staatsaufbau an: Bund, Land und Gemeinden. Die Gemeinden müssen ihren in der Verfassung gewollten erstrangigen politischen und demokratischen Rang erhalten und dürfen nicht zu reinen Erfüllungsgehilfen der Staatsbürokratie werden. Das setzt eine verlässliche Finanzausstattung voraus.

*UWG will entsprechend ihrem Demokratieverständnis Menschen zusammenführen und nicht Menschen auseinanderdividieren und verzichtet auf eine Sprache, die andere Menschen herabsetzt.

*UWG will besonders die "grundlegenden" Probleme auf den Punkt bringen: Ansiedlung Astroh (Landschaftsschutz/Stadtbild), Cross-Border (Finanzausstattung Gemeinden), Factory Outlet (Schutz der Innenstadt/Gleichbehandlung von Firmen) oder Ausbau der A 40/Bau der Ortsumgehung Wattenscheid-Günnigfeld (Verhinderung eines Verkehrsinfarktes/Steigerung von Mobilität).

*UWG will die ständige Rechenschaftslegung und den ständigen Befähigungsnachweis der Mandatsträger.

*UWG will Klarheit - Wahrheit - Offenheit als Grundpfeiler des Verhältnisses zum Bürger, nach dem Prinzip "Sagen was man tut und tun, was man sagt".

*UWG will Glaubwürdigkeit verkörpern: Botschaft und Person gehören zusammen.

*UWG ist unideologisch, unabhängig, pragmatisch, demokratie- und basisorientiert.

*UWG grenzt sogenannte "Minderheiten" nicht aus und will soziale Brennpunkte verhindern helfen.

*UWG lädt alle Bürgerinnen und Bürger zur Mitarbeit ein. Jedes Mitglied kann sich selbst in Vorschlag für eine Kommunalwahlkandidatur für die UWG bringen.

*UWG bejaht die Wattenscheider Geschichte und will (auch daher) Politik selbstbewußt mitgestalten und setzt sich für den Respekt vor der Heimatpflege und gelebtem Brauchtum ein.

*UWG versteht sich als "Bürgeranwalt" und wird weiterhin für "Beschwerdemanagement", Bürgerbeteiligung, Bürgerbüros und "Ombudsleute" eintreten. UWG will daher auch eine "Haushalts- und Gebührenfibel" und ein "Amtsblatt", um dadurch eine stärkere Bindung zwischen Bürgern und Politik zu erreichen.

*UWG will eine stärkere öffentliche Würdigung für das Ehrenamt. Ohne das Ehrenamt wäre eine demokratische Gesellschaft nicht möglich.

*UWG will Beispiel stiften für "gemeindliche Demokratie" und für diese den in unserer Gesellschaft gebührenden Platz reklamieren.

Gesamt Bochumer Aspekte

*UWG will wirtschaftlich vertretbare Verwaltungsstrukturen, dazu eine Innenrevision als ständiger Optimierungsprozess und die Verwirklichung der sogenannten "Neuen Steuerung".

*UWG will eine ausschließliche Orientierung der städtischen Personalpolitik an Eignung und Leistung.

*UWG will ein (mindestens mittelfristiges) gesamtstädtisches Entwicklungskonzept, aus der mittels Kennzahlen Einzelziele formuliert und realisiert werden.

*UWG will ein Beteiligungsmanagement, das seinen Namen verdient und die Transparenz für den gesamten Rat sicherstellt.

*UWG will die sich entwickelnden städteübergreifenden Kooperationen ausbauen und strebt für das Ruhrgebiet eine einheitliche Repräsentation und Planungshoheit in elementaren Fragen an: z.B. Verkehr, Versorgung, Entsorgung, Wirtschaftsförderung, Freiflächen ...

*UWG will mehr Nachhaltigkeit in den politischen Entscheidungen und unterstützt den Agenda-Gedanken.

*UWG will "Bochum" als kulturelles Schwergewicht weiterentwickeln und damit der Stadt das Unverwechselbare erhalten und stärken. Das schließt die Förderung der freien Kultureinrichtungen ausdrücklich ein.

*UWG will die Stadt Bochum seinen Bürgern stärker ins Bewußtsein bringen und fordert daher zur Entwicklung eines "Wir-Gefühls" eine verstärkte Zusammenarbeit z.B. von IHK, UNI, Sportvereinen, kulturellen Institutionen, Arbeitsamt und dem Stadtmarketing. UWG bekennt sich ausdrücklich zu den entsprechenden Vorbildern Leipzig und Mannheim.

*UWG will eine stärkere Beschäftigung von Politik und Bürgerschaft mit der Stadt- und Regionalgeschichte und die Förderung der entsprechenden Einrichtungen wie Stadtarchiv, stadtgeschichtliche Sammlung etc..

*UWG will für die Bochumer Innenstadt eine Entwicklung, die verstärkt für Urbanität steht und die die Aufenthaltsqualtität verbessern hilft.

*UWG fordert für "Brunnen" und "Plätze" ein eigenständiges Gewicht in der Stadtplanung.

*UWG will praktisch und völlig unideologisch das Thema "Öffentliche Sicherheit und Ordnung" im Rahmen der Ordnungspartnerschaft weiterentwickeln.

*UWG will eine Verkehrspolitik, die die Mobilität der Menschen fördert und in der für den Individualverkehr und für Fußgänger/Radfahrer gleichberechtigt Platz ist.

*UWG will den Erhalt des Landschaftsbildes und - wo möglich - den Erhalt der Stadtsilhouette.

*UWG will ein besonderes Erhaltungskonzept für innerstädtische Freiflächen und den Ausbau des städtischen Grünflächenanteils.

*UWG will beim Wohnungsbau "Baulückenbebauung" vor der Bebauung von "Grünland".

*UWG will kontaminierte Flächen "aufnehmen", Industrieflächen, wo möglich, "rekultivieren" und Bachläufe, wo möglich, "renaturieren".

*UWG will die städtischen Bildungseinrichtungen VHS, Bücherei, Archiv, Musikschule in besonderer Weise fördern.

*UWG will eine "ehrliche" Wirtschaftsförderung, die eingebettet ist in ein Geflecht von Gesamtverantwortlichkeiten und die nicht als Vehikel zur Durchsetzung jeglichen Flächenverbrauchs missbraucht wird.

*UWG will den Erhalt und Ausbau der Vielfalt der jugendpflegerischen Arbeit. Das gilt auch für die caritativen Dienste der Wohlfahrtsverbände.

*UWG will die familienfreundliche Durchplanung und Gestaltung der Bereiche Bauen, Kultur, Kindergärten und Kinderspielstätten.

*UWG will eine Sportpoltik, in der besonders der Breitensport unterstützt wird.

*UWG will den weiteren Ausbau des "Bürgerbüro-Gedankens" und unter Einschluss von Leistungen Dritter mehr dezentrale Dienstleistungen für den Bürger vor Ort.

*UWG will "Einheit in der Vielfalt", eine eigenständige Rolle für alle Stadtbezirke.

*UWG will verstärkte Anstrengungen für einen "Bezirksetat" fördern, der den Bezirksvertretungen wirkliche Gestaltungsmöglichkeiten gibt.

*UWG bekennt sich ausdrücklich zu einer Politik, die den fairen Kompromiss als Gestaltungselement bejaht.

 

(Einstimmig verabschiedet im 34. Jahr ihres Bestehens am 03. Juli 2003)