Die UWG Wattenscheid: Ein politisches Phänomen
Klarheit - Wahrheit - Offenheit. Unser Slogan ist so aktuell wie im Gründungsjahr 1969.
Die Zeit in Wattenscheid war damals reif für eine neue alternative politische Kraft, jenseits einer Politik hinter verschlossenen Türen. Mitglieder aller Parteien - enttäuscht vom Filz etablierter Kräfte - hieven die Unabhängige Wähler-Gemeinschaft Wattenscheid am 23.September 1969 aus der Taufe.
Nur wenige Monate später, am Wahlabend des 9. November 1969 ist die Sensation perfekt. Die UWG punktet auf Anhieb und viele Jahre vor der Eingemeindung in der Stadt, 22,6 Prozent der Wähler schenken der UWG ihr Vertrauen. Einen vergleichbaren Erfolg einer Unabhängigen Wähler-Gemeinschaft gab und gibt es in keiner Stadt in Nordrhein-Westfalen. Elf Ratsmitglieder stehen damals ein für Transparenz in der kommunalen Politik - und an diesem Credo hat sich auch im 21.Jahrhundert nichts geändert.
Nach der Eingemeindung im Jahre 1975 läßt das Wahlrecht zunächst eine Beteiligung der UWG nicht zu. Erst ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes ändert diesen unhaltbaren Zustand - seit dem 22. Juni 1978 wirft die UWG zum Wohle Wattenscheids in der Bezirksvertretung wieder ihr Wort in die Waagschale.
Der nächste Quantensprung folgt. Die Kommunalwahl 1999 - ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Wähler-Gemeinschaft. 25 Prozent der Wähler in Wattenscheid votieren für die UWG. Sie stellt bis zur Kommunalwahl 2004 fünf Bezirksvertreter, darunter den stellvertretenden Bezirksvorsteher in Wattenscheid und bildet mit der CDU die "Neue Mehrheit".
Und das Vertrauen der Wähler belohnt ein Jahrzehnte andauerndes Engagement:
Die UWG zieht zum ersten Mal nach der kommunalen Gebietsreform 1975 im Jahre 1999 mit Fraktionsstatus in den Rat der Stadt Bochum ein. Die UWG steht für eine positive Entwicklung der Gesamtstadt - und fühlt sich Wattenscheid in besonderem Maße verpflichtet. Dies honorieren die Wattenscheider Wähler im September 2004 erneut. Die Ergebnisse für den Rat: 4,2 Prozent= 6634 Stimmen (drei Mandate), für den Bezirk: 23,2 Prozent= 7032 Stimmen (vier Mandate).
Die UWG behauptet ihre Position als Ratsfraktion und bildet weiterhin gemeinsam mit der CDU und der FDP in der Bezirksvertretung Wattenscheid die Mehrheit. Auch die Position des stellvertretenden Bezirksvorstehers wird weiterhin von der Unabhängigen Wähler-Gemeinschaft besetzt (Bodo Schmalstieg).


