Eine Zeltstadt für Flüchtlinge Auf dem Esch – Wie werden Flüchtlinge dort untergebracht?

04.07.2016 · Ausschüsse und Gremien

Flüchtlinge, insbesondere aus dem Nahen Osten, erreichen oft nur unter Lebensgefahr Europa. Merke: Flüchtlinge heißen Flüchtlinge, weil sie geflohen sind vor Tod, Krieg, Verfolgung, Hunger und Erniedrigung. Da die Verhältnisse in ihren Herkunftsländern leider so sind wie sie sind, kommen sie zu Tausenden auch in Deutschland an. Für die Aufnahme von Flüchtlingen gibt es auch in den Städten des Ruhrgebiets Quoten. Das gilt natürlich auch für Bochum. Um diese Flüchtlinge kümmern sich offizielle Stellen, aber auch dankenswerterweise viele Ehrenamtliche. Überall im Stadtgebiet wurden Flüchtlingsunterkünfte geschaffen. So in Höntrop Auf dem Esch, wo in der Einrichtung ab dem 4. Juli 336 Menschen untergebracht werden sollen. Am Freitag, 1. Juli 2016, ludt die Bezirksvertretung Wattesnscheid und die Sozialverwaltung zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Viele hundert Menschen nahmen die Gelegenheit wahr, um sich die entsprechenden Unterkünfte, alles Leichtbauhallen, anzusehen. Sechs Gemeinschaftshallen (30 m lang, zehn Meter breit) wurden aufgebaut. In jeder Wohneinheit gibt es 14 Zimmer (Schlafkabinen mit Etagenbetten für je vier Personen). Pro Halle können 56 Personen untergebracht werden. Eine Küche ist nicht vorhanden. Das DRK Bochum hat die Leitung (mit 14 Mitarbeitern) übernommen. Auch Mandatsträger der UWG nutzten den Tag zu Besichtigung und Gesprächen. Dankenswerterweise kümmern sich auch 80 Ehrenamtliche um die Menschen Auf dem Esch.  Die UWG hatte bereits am 26. November 2015 mit errfreulicher Resonanz zu einer großen Veranstaltung „Flüchtlinge – Wie kann geholfen werden?“ nach Günnigfeld eingeladen. Dabei wurde deutlich,  daß städtische Verwaltungskräfte, die Kommunalpolitik, Ehrenamtliche und Flüchtlingsvertreter vertrauensvoll und wirksam zusammenarbeiten. Das stimmt froh. Bleibt nur zu hoffen, daß die Zahl der Flüchtlinge sich in Grenzen hält und daß die Lebensverhältnisse in deren Heimatländern – auch durch europäische Hilfen – ein Niveau erreichen, das ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.

 

(Kommentierender Bericht von Hans-Josef Winkler, Sozialausschuß der Stadt und Klaus-Peter Hülder, Bezirksvertretung).

 


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