Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales am 25.02.2016

25.02.2016 · Ratsfraktion

Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales am 25.02.2016

 

Hier: Maßnahmen der Verwaltung zur Bekämpfung von Armut

 

Der aktuelle Sozialbericht der Stadt Bochum stellt die soziale Lage nach ausgewählten Indikatoren in den Stadtquartieren detailliert dar, zeigt auf, wo Handlungsbedarf erforderlich ist.

Auffällig ist das soziale Gefälle der Stadt.

Eine bittere Erkenntnis- Armut in all seinen Facetten ist und bleibt in unserer Stadt ein Thema. Auch die jüngsten Zahlen zeigen sehr deutlich, die Arbeitslosigkeit bleibt in den problembehafteten Sozialräumen hoch; Armut ist für viele Menschen Alltag- in besonderer Weise in den Ortsteilen Kruppwerke, Gleisdreieck und Wattenscheid – Mitte. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind betroffen; das ist bitter. Es ist festzustellen, dass sich Arbeitslosigkeit und die Abhängigkeit von sozialen und finanziellen Transferleistungen weiter verfestigen; vor allem in den oben angegebenen Sozialräumen. Die Arbeitslosenquote liegt dort weiter über dem städtischen Durchschnitt.

Das wirkt sich aus Sicht der UWG besonders prägend auf die nachwachsenden Generationen aus. Dadurch bedingt steigt das Risiko der Altersarmut.

Bei weiterer Betrachtung ist auch festzustellen, dass angrenzende Ortsteile wie bspw. -Wattenscheid Westenfeld- wohl nach und nach in den Sog des Abwärtstrends geraten können.

 

Im Rahmen des ISEK in Wattenscheid ist geplant, bauliche, ökonomische und soziale Handlungsfelder zur Stabilisierung und langfristigen Stärkung von Wattenscheid – Mitte als attraktiven Wohn- und Lebensort zu entwickeln, was durchaus zu begrüßen ist. Aber wie verändert sich hierdurch die Lage der o.g. Personengruppen?

 

Vor diesem Hintergrund fragt die UWG-Ratsfraktion an:

Sieht die Verwaltung kurz- bis mittelfristig Möglichkeiten, durch konkrete Maßnahmen, zu verhindern, dass sich Arbeitslosigkeit und Armut weiter „vererben“ und damit jungen Menschen die Möglichkeit einer aktiven und zufriedenstellenden Teilhabe am städtischen Leben genommen wird?

Wenn ja, welche?

 

Welche Veränderungen können durch das Programm „Soziale Stadt „angestoßen“ werden, um die Lebenssituation der Menschen zu verbessern?

 

Welche Überlegungen der Verwaltung führen dazu, dass es in der Bevölkerung nicht zu einem Verdrängungswettbewerb kommt?

 

Gibt es bereits Zahlen und/oder Erkenntnisse, wie sich die soziale Lage der Menschen in den Sanierungsgebieten Querenburg und Stahlhausen nach Abschluss der Maßnahmen verändert hat?

 

Wie ist sichergestellt, dass die zu uns gekommenen Flüchtlinge angemessen in die Stadtgesellschaft integriert werden können?

 

Wird es dazu eine Berichterstattung im nächsten Sozialbericht bzw. „Ortsteile Kompakt“ geben?

 

 

 

 

 

Hans Josef Winkler

 

 


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