Anfrage zur 24. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung am 19.04.2018

18.04.2018 · Ausschüsse und Gremien

Smart City

Andere, mit Bochum vergleichbare Städte befinden sich im Prozess der Digitalisierung auf einem beispielhaften Weg. So hat die Stadt Bonn im Bereich Abfallcontainer und Straßenlaternen offensichtlich erfolgreich die moderne Sensorentechnik eingeführt.

Die UWG-Ratsfraktion begrüßt den Modernisierungsprozess auch in diesem Bereich außerordentlich. Für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung muss sich die Stadt Bochum an diesem Modernisierungsprozess in allen Bereichen auch beteiligen.

So könnten die Dienstleistungsunternehmen der Stadt und deren Tochterunternehmen durch den Einsatz digitaler Mess- und Kommunikationseinheiten den Prozess der Modernisierung aufnehmen. Eine erste Möglichkeit wäre, dass der USB durch digitale Sensorentechnik den Füllstand an Containern  etwa für Altglas, Altpapier oder Altkleider misst .Die Leerung muss dann nur noch erfolgen, wenn die Container gefüllt sind, die Routen der Fahrzeuge können so optimiert werden.

Vorteile sind eine gezieltere Tourenplanung des Entsorgers. Unnötige Leerungen und Wege werden vermieden und Kosten und Zeit eingespart, der Schadstoffausstoß wird reduziert.

Ein weiterer Vorteil wäre die Sauberkeit. Immer wieder ist festzustellen, dass manche Containerstandplätze ein Schandfleck sind. Sind die Container voll, wird der Abfall neben die oder auf die Container gelegt. Zerschlagene Flaschen mit gefährlichen Scherben sind die unausbleibliche Folge. Stadtbildpflege!

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Smart City ist die intelligente Beleuchtungssteuerung (Licht auf Anforderung), das heißt ausreichend Licht soll es dort geben, wo es die Einwohner benötigen, an anderen Stellen kann der Verbrauch reduziert werden. Dies gelingt mit der Nutzung von Bewegungsmeldern. Darüber hinaus eignen sich smarte Leuchtmasten für zusätzliche Funktionen z.B. einer selbständigen Schadensmeldung bei Ausfall der Beleuchtung auf den Server der Stadt und bilden so das Rückgrat für die nächsten digitalen Schritte der Zukunft.

 

 

 

Möglich ist die Beteiligung der Hochschulen als Projektbegleiter, damit eine weitere Stärkung des Wissenschaftsstandorts Bochum erreicht wird. Mit Hilfe der Wissenschaft können weitere innovative Maßnahmen im Bereich „Smart City“ entwickelt werden.

 

Vor diesem Hintergrund fragt die UWG-Ratsfraktion an:

 

  1. Sieht die Verwaltung Möglichkeiten, die Sensorentechnik für Abfallcontainer in Bochum einzuführen?
  2. Wie bei der Fachverwaltung bekannt, hat die Politik in den Etatberatungen 2016/2017 die Verwaltung beauftragt ein Pilotprojekt für die Einführung des intelligenten LED-Lichtsystems „Licht auf Anforderung“ zu prüfen. Trotz wiederholter Erinnerung und Aufforderung in diesem Gebiet tätig zu werden hat die Verwaltung bislang kein Konzept vorgelegt. Wie eingangs erwähnt sind andere Städte, auch im Hinblick auf moderne Beleuchtungssysteme, viel weiter als Bochum. Wann werden die einstimmig geforderten Prüfungen der Politik/Öffentlichkeit endlich vorgelegt?

 

 


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